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Schreiben an die FDP-Fraktion im Europaparlament

Sehr geehrte Frau Meißner, sehr geehrter Graf Lambsdorff, sehr geehrter Herr Teurer

 

Wieder einmal behellige ich Sie mit der Waffenrechtsverschärfung der EU…..

 

Die letzten Tage waren für uns alle sehr emotionsreich und bedrückend. Wieder einmal mussten Unschuldige für den Fanatismus Weniger sterben.

Wohltuend empfand ich, dass die deutsche Medienlandschaft einmal nicht nach Hau-ruck-Aktionen rief sondern zur Gelassenheit mahnte.

Umso entsetzter war ich, als ich gestern Abend Herrn Juncker im ZDF sah. Er fordert einen sofortigen Durchmarsch durch die Institutionen um das Gesetz wie im November von der Kommission vorgesehen unverändert durchzupeitschen. Mitglieder des Parlamentes haben sich seit Monaten mit diesem Vorschlag beschäftigt, da er völlig am Ziel der Terrorismusbekämpfung vorbeiging und sehr viele Fragen ungeklärt lies. Zurecht weigerten sich die zuständigen Ausschüsse IMCO und LIBE diesen Vorschlag unverändert zu lassen.

Nun werfen Cazeneuf und Juncker dem Parlament vor, sich von der Waffenlobby einschüchtern zu lassen und so ein wirksames Mittel gegen den Terrorismus zu verhindern! Der Vorschlag der Kommission taugt in keiner Weise als Mittel gegen den Terrorismus, wie in mittlerweile stundenlangen Debatten im EP auch klar als Meinung der Parlamentarier zum Ausdruck kam.

Ich schreibe das hier alles in einem sehr aufgewühlten Zustand. Versetzen Sie sich bitte einen Moment in meine Lage als Sportschütze: Weil Extremisten in Paris und Brüssel Leute getötet haben, verlangt die EU, dass ich spätestens alle 5 Jahre zur psychologischen Untersuchung gehe. Weil Terroristen Sprengstoffe aus Baumarktmaterialien bauen muss ich seit 2014 schärfer überwacht werden, was den Erwerb von Nitropulver angeht.

Einem Material, dass völlig ungeeignet ist zum Bombenbau, da Pulver für Patronen phlegmatisiert sein muss um verwendet werden zu können.

2016 sorgen die dieselben Mörder nun dafür, dass ich als Gefahr für die öffentliche Sicherheit angesehen werde und an meiner geistigen Gesundheit gezweifelt wird.

Die Beweislast wird auf den Kopf gestellt. Nicht mehr der Staat muss mir nachweisen, dass ich etwas falsch gemacht habe sondern ich muss nachweisen, dass ich nichts falsch gemacht habe.

Welche Gefahr soll das denn sein? Glauben Sie nicht, dass Sie es längst wüssten, wenn 15 Millionen Waffenbesitzer in der EU ein Problem für die öffentliche Sicherheit wären?

Wir sind kein Problem für die Gesellschaft sondern ein Teil von ihr, der einfach unbehelligt leben möchte.

Mittlerweile fühle ich mich als Mitglied einer verfolgten Minderheit. Egal was passiert und wer etwas macht, ich bin schuld! Ich muss schärfer überwacht werden, mein Recht auf Eigentum gilt nur befristet, ich muss psychologisch untersucht werden!

Ich möchte Sie daher herzlich bitten, lassen Sie die Kommission nicht einfach so davonkommen! Bestehen Sie auf dem parlamentarischen, den demokratischen Prozess, wie er seit Monaten läuft. Lassen Sie sich nicht unbesehen einspannen für eine totalitäre „Basta“-Politik der Kommission.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein  erholsames und frohes Osterwochenende.

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